Bedrohlicher Waldbrand an der Costa Brava

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Am Freitag (03.07.2026) hat sich ein Waldbrand bei La Bisbal d’Empordà in der katalanischen Provinz Girona dramatisch ausgeweitet und eine Fläche von 750 Hektar erfasst. Das Feuer, das gegen 09:17 Uhr am Stadtrand ausbrach, entwickelte sich rasch von einem kleinen Brand auf Ackerland zu einem bedrohlichen Flammenmeer, das das bewaldete Massiv von Les Gavarres erreichte und die Gefahr einer Ausbreitung auf benachbarte Gemeinden wie Palafrugell und Palamós mit sich brachte.

Besonders herausfordernd war der kalte, starke Nordwind Tramontana, der die Flammen vorantrieb und zahlreiche Sekundärbrände verursachte. Die katalanische Feuerwehr, mit 53 Einheiten und elf Löschflugzeugen im Einsatz, kämpfte intensiv gegen den Brand, der nach Einschätzung der Behörden auf bis zu zehntausend Hektar anwachsen könnte, wenn er nicht bald eingedämmt wird.

Die Ausbreitung des Feuers wurde durch mehrere Brandherde bei La Bisbal d’Empordà, Vilavenut und Bescanó verstärkt. Die Krisenzentrale CECAT reagierte mit der Ausrufung der Notfallphase des katalanischen Waldbrandplans INFOCAT. Betroffen von Ausgangssperren und Hausverbot sind mittlerweile acht Gemeinden, darunter La Bisbal selbst, sowie ein Kinderferienlager mit 150 Kindern. Zudem sind mehrere Straßen gesperrt, was erhebliche Umwege für Autofahrer im Baix Empordà bedeutet. Die Bevölkerung wurde über das Warnsystem ES-Alert informiert.

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Als mögliche Brandursache wird der Einsatz eines Winkelschleifers am Straßenrand vermutet, ein Verfahren, das während der aktuellen Waldbrandwarnstufe 3 des Plan Alfa verboten ist. Die Ermittlungen laufen, und das betreffende Unternehmen wurde bereits identifiziert.

Der Vorfall bei La Bisbal d’Empordà ist Teil einer alarmierenden Entwicklung: Spanien hat in diesem Jahr bereits fast 38.000 Hektar Naturfläche durch Brände verloren – eine fast dreifache Zunahme im Vergleich zum Vorjahr. Die Regierung setzt verstärkt auf den Einsatz von Militäreinheiten und Löschflugzeugen, um die zunehmenden Feuerherde zu bekämpfen. Die aktuelle Situation verdeutlicht die Dringlichkeit, effektive Präventions- und Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände weiter auszubauen, um Mensch und Umwelt zu schützen.

Quelle: Agenturen